FAQ

Fragen, Fragen, Fragen ...

Am Anfang steht die richtige Studienwahl, dabei sammeln Sie bereits idealerweise nebenbei erste Arbeitserfahrungen. Nach dem Abschluss geht es auf Stellensuche, und über die schriftliche Bewerbung und das Vorstellungsgespräch hoffentlich zum Wunschjob. Bei all diesen Schritten tauchen sie auf: Fragen, Fragen, Fragen – in unseren FAQs finden Sie erste Antworten.

 

Die ersten 100 Tage im Unternehmen – wie gestalte ich sie erfolgreich?

  • Vermeiden Sie die „Hoppla, jetzt komme ich-Attitüde“: Eine solche Haltung hat schon manchen um Kopf und Kragen gebracht. Stattdessen sollten Sie als neuer Mitarbeiter versuchen, sich ins Unternehmen zu integrieren und diese Integrationskraft glaubwürdig auszustrahlen – das schafft Vertrauen.
  • Verlangen Sie eine gezielte Einarbeitung: Viele Unternehmen bieten von sich aus Einarbeitungsprogramme an. Nach Einführungsveranstaltungen über das Unternehmen und seine Produkte wird dem Neueinsteiger häufig ein erfahrener Mitarbeiter als Mentor zur Seite gestellt.
  • Holen Sie Informationen ein: Besonders wichtig ist eine genaue Funktionsbeschreibung sowohl Ihres Arbeitsplatzes als auch dem Ihrer direkten Kollegen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Aufbau- und Ablauforganisation. Je umfassender die Informationen, desto sicherer werden Sie die neuen Herausforderungen meistern.
  • Suchen Sie das Gespräch: Besonders wichtig ist es, schnell verschiedene Ansprechpartner zu finden und zu ihnen einen persönlichen Bezug herzustellen. Die schnelle Integration in ein soziales Netz unterstützt die Identifikation mit dem Unternehmen und führt zu einer höheren Arbeitszufriedenheit.
  • Fordern Sie frühzeitig Feedback: Eine kontinuierliche Ist-Soll-Leistungsanalyse vom Vorgesetzten, aber auch von Kollegen verknüpft mit fachlichen Diskussionen weist den richtigen Weg. Verständigungsprobleme können rechtzeitig ausgeräumt werden. Lässt einer der Kollegen etwa bewusst negative Bemerkungen fallen, sollte schnell ein klärendes Gespräch stattfinden. Nur so ist es möglich, Missverständnisse abzubauen.
  • Gehen Sie offen mit Fehlern um: Gerade in der ersten Zeit kann einem schnell einmal ein Fehler unterlaufen. Wichtig ist, dass Sie ihn nicht abstreiten oder anderen zuweisen. Zeigen Sie Ihre Bereitschaft, Fehler zuzugeben und sie zu beheben. Setzen Sie sich nicht unter den Druck des „Keinen-Fehler-machen-Dürfens“.
  • Innovationspotenzial einbringen: Wen Sie neu in ein Unternehmen kommen, gehen Sie vorurteilsfrei an Ihre Aufgaben heran. Sie sind weder an Gruppennormen angepasst noch leiden Sie an Betriebsblindheit. Diesen Vorteil sollten Sie sich bewusst machen und eigene Ideen gezielt in den Arbeitsalltag einfließen lassen. Der neue Arbeitgeber erwartet diese Innovationsimpulse. Allerdings erfordert dies ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl, damit Sie nicht in den Ruf eines Besserwissers gelangt.
     

Was antworte ich auf die Frage nach meinen Schwächen?

Viele Bewerber reagieren bei dieser Frage nervös, doch Sie können sich darauf gut vorbereiten. Überlegen Sie sich vorab, welche Schwächen Sie auszeichnen und bleiben Sie im Gespräch authentisch! Wenn Sie Ihre Schwächen benennen, erklären Sie, was Sie bereits unternommen haben, um Ihre Kompetenzen in diesem Bereich zu erweitern – oder unternehmen werden. Sie können auch Schwächen in Verbindung mit Stärken nennen, die Ihre Schwächen kompensieren. Versuchen Sie nicht witzig zu sein (z.B. „Ich esse gern Schokolade“) und nennen Sie keine Schwächen in Bereichen, die für die Stelle wichtig sind.

Der Königsweg:
1. Nennen Sie eine Schwäche,
2. Geben Sie ein Beispiel, wie sich die Schwäche in der Vergangenheit bemerkbar gemacht hat
3. Legen Sie dar, wie Sie an Ihrer Schwäche arbeiten

Ein Beispiel:
„Ich bin manchmal zu direkt und offen im Gespräch. Mit meiner Vorliebe für klare Worte habe ich manchmal Kollegen etwas vor den Kopf gestoßen. Heute passe ich besser darauf auf, dass ich den richtigen Zeitpunkt und die richtige Situation wähle, um meine Meinung zu äußern.“

 

Wann ist ein guter Zeitpunkt für den ersten Jobwechsel?

Eine allgemeingültige Regel gibt es nicht. Wichtig ist, dass Sie Ihre Karriere individuell und strategisch planen und vor einem Wechsel für sich folgende Fragen klären: Wo stehe ich heute? Was will ich mittel- (in 3 bis 5 Jahren) und langfristig (in 10 Jahren) erreichen? Was muss ich dafür noch lernen? Nach drei bis fünf Jahren kann ein erster Wechsel meist sinnvoll sein. Vermeiden Sie zu schnelle und zu häufige Wechsel. Jobhopping hinterlässt einen negativen Eindruck.

Wenn Sie in Ihrem jetzigen Job absolut unzufrieden sind, Sie Ihre Situation genau analysiert haben und eine Besserung nicht in Sicht ist, sollten Sie lieber heute als morgen Ihren Job wechseln. Ein Jobwechsel bedeutet nicht unbedingt auch einen Arbeitgeberwechsel. Bei größeren Unternehmen kann ein Wechsel in einen anderen Bereich ein Karrieresprung bedeuten. In diesem Fall müsste der jetzige Vorgesetzte jedoch im Vorfeld über die Wechselmotivation informiert werden.

 

Wie gestaltet man einen sauberen Abschied von einem Unternehmen?

Erst wenn Sie den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, sollten Sie bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber aktiv werden. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und der Personalabteilung. Bevor Sie kündigen, können Sie auch über einen Aufhebungsvertrag sprechen. Bleiben Sie fair und nutzen Sie das Gespräch nicht zur Abrechnung. Versuchen Sie Ihre Projekte/ Aufgaben erfolgreich abzuschließen bzw. zu übergeben und verlassen Sie das Unternehmen einvernehmlich.
 

Welche Chancen haben Berufseinsteiger und Young Professionals bei Headhuntern?

Das hängt stark vom individuellen Profil und der Branche bzw. dem Berufsfeld ab. Insgesamt sind Berufseinsteiger und Young Professionals vergleichsweise weniger interessant für Headhunter. Platzieren Sie Ihr aktuelles und aussagekräftiges Profil gezielt in Netzwerken, wie z. B. xing.com, so dass Sie gefunden werden. Wenn Sie direkt angesprochen werden, seien Sie – auch wenn Sie mit Ihrem jetzigen Job zufrieden sind – positiv eingestellt. Bewahren Sie Ruhe, beziehen Sie Stellung, ermitteln Sie Fakten und bleiben Sie realistisch und flexibel.

Warten Sie nicht auf den Anruf eines Headhunters, sondern nehmen Sie selbst zu renommierten Headhuntern Ihrer Branche Kontakt auf. Lassen Sie sich nicht zu vorschnellen Jobwechseln überreden. Analysieren Sie Ihre Situation und fragen Sie sich, wo Sie stehen, was Sie wollen und, ob das Jobangebot zu Ihrem Karriereplan passt.

 

Für wen ist ein Master sinnvoll?

Vor der Aufnahme eines Masterstudiums sollten Sie Ihren Standort genau analysieren: Wie lauten meine beruflichen Ziele? Welche Qualifikationen fehlen mir dazu?

Für den Berufsstart ist der Master nicht zwingend. Viele Unternehmen bieten mittlerweile sowohl für Bachelor- als auch Masterabsolventen Berufsstartprogramme an. Jeder, der beruflich hoch hinaus möchte, sollte jedoch ein Masterstudium früher oder später in seinen Lebenslauf einplanen. Wer seine Karriereziele klar vor Augen hat, fragt am besten schon als Bachelorstudent seine Wunscharbeitgeber, ob ein weiterführender Abschluss gewünscht wird.

Wer genau weiß, dass ein Masterabschluss für seinen zukünftigen Beruf erfolgsentscheidend ist, sollte direkt nach dem Bachelorstudium ein Masterstudium absolvieren. Jeder der sich noch unsicher ist, insbesondere bezüglich seiner beruflichen Spezialisierung, sollte erste Berufserfahrung sammeln, um sich dann gezielter und motivierter weiterzuqualifizieren.

 

Ich erhalte nur Absagen – wie finde ich den Berufseinstieg?

Diese Frage ist schwierig allgemein zu beantworten. Sie sollten Kontakt mit einem Karriereberater aufnehmen und mit professioneller Unterstützung eine vertiefende Standortanalyse Ihrer beruflichen Stärken und Schwächen vornehmen und konkret eine Bewerbungsstrategie erarbeiten.

Dabei sind folgende Fragen relevant: Welche Hindernisse, aber auch Meilensteine begegnen Ihnen bei Ihrem Bewerbungsprozess? Wurden Sie schon zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und haben Sie daraufhin eine Absage erhalten oder kam es erst gar nicht zu einer Einladung? Welche Rückmeldungen haben Sie bisher im Bewerbungsprozess erhalten? Auf welche Positionen, Branchen, etc. bewerben Sie sich? Welche Wege zur Stellensuche haben Sie schon genutzt?

Wichtig bei der Darstellung Ihres Lebenslaufes, Ihrer Erfahrungen, Qualifikationen und Fähigkeiten ist, dass Sie sich von den anderen „abheben“ und sich gut präsentieren. Betreiben Sie „Eigen-PR“, indem Sie Ihre Unterlagen gestalterisch hervorheben, Ihre Erfahrungen und vor allem Ihre Motivation eindeutig formulieren. Wenn Ihre letzten Vorgesetzten mit Ihrer Arbeit zufrieden waren, können Sie diese auch – nach vorheriger Absprache – als Referenzpersonen nennen.

Zudem sollten Sie Ihre vorhandenen Kontakte nutzen, die Sie beispielsweise bei Ihren Praktika schon aufgebaut haben. Knüpfen Sie auch neue Netzwerke, indem Sie Fach- bzw. Absolventenmessen besuchen. Oft ergeben sich dort Möglichkeiten für einen Berufseinstieg und Sie können direkt „vor Ort“ persönlich überzeugen.

Verfolgen Sie Ihr Ziel weiterhin strategisch hartnäckig. Lassen Sie sich dabei persönlich unterstützen.

 

Ich hatte eine schlechte ABI-Note – wie gehe ich damit im Vorstellungsgespräch um?

Es ist durchaus üblich, das letzte Schulzeugnis, bei Bewerbungen mitzusenden. Den Personalverantwortlichen hilft es, einen besseren Gesamteindruck des Bewerbers zu bekommen, da die Schulzeit eine prägende Phase ist. Dabei kommt es nicht nur auf die Abschlussnote, sondern auch darauf an, welche Fächer und Vertiefungen gewählt wurden.

Gehen Sie im Gespräch offen und authentisch mit Ihrer schlechteren Abiturnote um. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht rechtfertigen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit auf die Lernerfahrungen, die Sie daraus gewonnen haben, zum Beispiel auf Ihre deutlich besseren Noten im Studium. Wahrscheinlich auch, weil Sie dort ein klares (Berufs-)Ziel vor Augen hatten.

Insgesamt ist es sehr unwahrscheinlich, dass lediglich die schlechte Abiturnote den Ausschlag gegen Sie geben wird.

 
 


Jobbörse

Aktuelle Stellenangebote

>> Alle Stellenangebote

Kontakt

zur Light Alliance

Daniel Waterboehr

Industrieverband SPECTARIS
Daniela Waterböhr
Fon: +49 (0)30 41 40 21-0
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Light Alliance

Folgen Sie uns auf



Kooperationsnetzwerk

>> mehr Informationen